Erschließungs- und Ausbaubeiträge - Was nun?

Vortrag von RA Jörg R. Naumann, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Themenbeschreibung / Abstract

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde rückwirkend durch § 5 Abs. 1 Satz 3 KAG die Möglichkeit beseitigt, für Straßenausbaubeitragsmaßnahmen Beiträge zu erheben. Damit einher ging die Schaffung eines Erstattungsanspruchs der Gemeinden gegen den Freistaat für insoweit entgangene Beiträge. Für nunmehr beitragsfreie Straßenausbaumaßnahmen wurde mit Beginn 2019 eine pauschale Finanzierungsbeteiligung des Freistaats geschaffen. Ab 1. April 2021 können nun auch Erschließungsbeiträge nicht mehr erhoben werden, wenn seit der erstmali­gen Herstellung der Straße 25 Jahre oder mehr vergangen sind. Der Beitrag zeigt die rechtlichen Regelungen auf und stellt die künftigen Möglichkeiten der Finanzierung von Straßenbaumaßnahmen der Kommunen dar. Zugleich wird auch darauf eingegangen, welche Rechtspflichten für die Gemeinden insoweit haushaltsrechtlich bestehen und ob bei deren Nichtbeachtung Haftungsansprüche und strafrechtliche Folgen drohen können.

With effect from January 1, 2018, the option of levying contributions for road-extension contributions was retrospectively eliminated by section 5 (1) sentence 3 bavarian CISA. This was accompanied by the creation of a claim for reimbursement by the municipalities against the State of Bavaria for contributions lost in this respect. For now non-contributory road construction measures, a lump-sum financial participation of the Free State was created in early 2019. From 1 April 2021, development contributions can no longer be levied if 25 years or more have passed since the first-time production of the road. The paper outlines the legal regulations and outlines the future possibilities for financing road construction measures of the municipalities. At the same time, it also discusses which legal obligations for municipalities exist in this respect under budgetary law and if their non-observance can threaten liability claims and criminal consequences.

Dauer mit Diskussion: ca. 50 Minuten

Die Teilnehmer erhalten Begleitmaterial.


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